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Das Verhalten am Unfallort

Angesichts der extrem hohen Verkehrsdichte in Deutschland ist die Gefahr, verschuldet oder unverschuldet in einen Unfall verwickelt zu werden, hoch. Aufgrund der durch einen solchen Verkehrsunfall bedingten psychologisch schwierigen Situation läuft man Gefahr, durch eigenes Fehlverhalten die Durchsetzung berechtigter Ansprüche zu erschweren.

Die nachfolgenden Hinweise sollten daher am Unfallort beachtet werden:

Wenn es zu einem Verkehrsunfall gekommen ist, obliegt denen am Unfall beteiligten Personen die Pflicht, am Unfallort zu bleiben und den anderen am Unfall beteiligten Personen die Feststellung der eigenen Personalien zu ermöglichen und die Art der Unfallbeteiligung bekannt zu geben. Die Bekanntgabe der Art der Unfallbeteiligung bedeutet hier lediglich, dass Sie einräumen, in irgend einer Weise am Unfall beteiligt gewesen zu sein. Dies kann durch die tatsächliche Wiedergabe des Unfallgeschehens als Zeuge der Fall sein.

Helfen Sie zunächst den Verletzten und sichern Sie den Unfallort ab.

Entfernen Sie sich vom Unfallort, ohne den anderen am Unfall beteiligten Personen die Feststellung ihrer Personalien und die Art der Beteiligung ermöglicht haben, laufen Sie Gefahr, u.U. wegen "Unerlaubten Entfernens vom Unfallort" (Fahrerflucht)strafrechtlich verfolgt zu werden.

Auf keinen Fall sollten Sie am Unfallort ein Schuldanerkenntnis abgeben. Auch wenn der Unfallhergang insoweit eindeutig zu sein scheint, schildern Sie lediglich den tatsächlichen Unfallhergang.
(Bsp: Sie haben schuldhaft eine rote Ampel überfahren und sind in Folge mit einem anderen Kraftfahrer kollidiert. Sie können jetzt diesen Hergang so wiedergeben, wie er sich tatsächlich zugetragen hat). Vermeiden Sie jedoch in jedem Fall Formulierungen wie: "Daher trifft mich die volle Schuld am Unfall" oder "Ich werde für alle entstandenen Schäden aufkommen"). Derartige Schuldanerkenntnisse können sich bei der späteren Unfallregulierung nachteilig zu Ihren Lasten auswirken.

Ist die Schuldfrage unklar, bemühen Sie sich um Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben. Notieren Sie deren Namen und Anschriften

Lassen Sie sich von den Unfallgegner in jedem Fall den Personalausweis, notfalls auch den amtlichen Führerschein vorlegen und notieren Sie die Personalien. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Polizei zu einem kleineren Unfall nicht hinzugezogen wird. Erkundigen Sie sich gleichermaßen nach der Versicherung des Unfallgegners und insoweit vorhanden erfragen Sie die Versicherungsschein-Nummer.

Insbesondere bei Verkehrsunfällen mit ausländischen Kraftfahrern ist es zur Durchsetzung der eigenen Ersatzansprüche unbedingt erforderlich, dessen Kfz-Versicherung und die Versicherungsschein-Nummer zu erfragen.

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