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Juristisches Stichwortverzeichnis

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Begriff Definition
Factoring

Factoring ist eine aus den USA stammende Methode der Absatzfinanzierung: Dabei verkauft die Lieferfirma ihre Forderung aus Warenlieferungen einem Finanzierungsinstitut, welches meist auch das volle Kreditrisiko (Ausfallrisiko) übernimmt. Diese Factoringgesellschaft erwirbt in der Regel den gesamten Forderungsbestand und führt das Inkasso im eigenen Namen und auf eigene Rechnung durch.

Fahrerlaubnis / Entziehung

Es kommt zur endgültigen Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB), wenn jemand sich durch eine Tat, die Gegenstand eines Strafverfahrens war, als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen hat. Nach Ablauf der vom Gericht ausgesprochenen Sperrfrist muss die Fahrerlaubnis neu beantragt werden. Die Behörde überprüft auf den Antrag hin die Geeignetheit des Betroffenen in vollem Umfang und verlangt ggf. ein medizinisch-psychologisches Gutachten oder andere Eignungsnachweise.

Liegt die Entziehung mehr als zwei Jahre zurück, ist von dem Betroffenen in jedem Fall eine neue Prüfung abzulegen.

Das Gericht kann die Fahrerlaubnis auch vorläufig entziehen (§ 111a StPO), wenn gegen den Betroffenen wegen einer Verkehrsstraftat ermittelt wird und es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verurteilung und zur endgültigen Entziehung der Fahrerlaubnis kommen wird.

Die Entziehung der Fahrerlaubnis ist vom Fahrverbot zu unterscheiden. Bei einem Fahrverbot muss der Betroffene lediglich seinen Führerschein für die Dauer des Fahrverbotes bei der Führerscheinbehörde hinterlegen und darf während dieser Zeit kein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führen. Nach Ablauf der Fahrverbotsfrist erhält er den Führerschein zurück und darf ohne weitere Überprüfungen oder Eignungsnachweise wieder Kraftfahrzeuge führen.

Fallieren

In Konkurs gehen.

Fallissement

(veraltet) Bankrott, Zahlungseinstellung.

Fallit

(veraltet) Person, die zahlungsunfähig ist.

Forderung

Aufgrund eines Schuldverhältnisses - z.B. Vertrag - hat sich der Schuldner verpflichtet, dem Gläubiger eine (Geld-, Waren-)Leistung zu erbringen. Der Anspruch auf diese Leistung wird als Forderung bezeichnet.

Forderungsausfall

Forderungsausfall bezeichnet den Teil einer Forderung, der nicht mehr beizutreiben ist, so z.B. weil der Schuldner unauffindbar, zahlungsunfähig / -unwillig oder verstorben ist.

Fristlose Kündigung

Die fristlose (außerordentliche) Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist, § 626 BGB. Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer können das Arbeitsverhältnis außerordentlich kündigen.

Die außerordentliche Kündigung bedarf eines „wichtigen Grundes“, der im Kündigungsschreiben nicht genannt werden muss, dem Gekündigten jedoch auf Verlangen unverzüglich schriftlich mitzuteilen ist. Ein wichtiger Grund ist gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände dem Kündigenden die Fortführung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar machen. Gründe für eine außerordentliche Kündigung können sein: (aus Arbeitgebersicht) unberechtigte Arbeitsverweigerung, vorgetäuschte oder langwierige Krankheit, grobe Beleidigung und Straftaten im Betrieb, sowie (aus Arbeitnehmersicht) erhebliche Lohnrückstande, Verletzung der Arbeitsschutzbestimmungen oder Vertragsverletzungen.

Der fristlosen Kündigung geht regelmäßig eine Abmahnung voraus, da eine solche in einem möglichen Prozess dem Kündigenden für die Beweisführung dient.

Fälligkeit

Zeitpunkt, von dem an der Gläubiger eine bestimmte (Geld-)Leistung fordern kann.

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